Hamburg. Neue Szenarien zur Entwicklung des weltweiten Energiebedarfs hat die Royal Dutch/ Shell-Gruppe vorgelegt. Unter dem Titel "Energy Needs, Choices and Possibilities – Scenarios to 2050" präsentiert der niederländisch-britische Mineralölkonzern die jüngsten Ergebnisse einer Untersuchungsreihe, die seit einigen Jahren auch in Kreisen unabhängiger Wissenschaftler allgemein akzeptiert wird. Wie Rainer Winzenried, Sprecher der Deutsche Shell GmbH, Hamburg mitteilte, datiert die letzte Energie-Analyse der dafür zuständigen Konzernabteilung "Global Business Environment" in London aus dem Jahr 1995.
In einer Zusammenfassung ihrer Studie bekräftigen die Autoren, dass das Ende der Ära der fossilen Energien "noch immer nicht in Sicht" sei. In der Zukunftsvorstellung der Shell-Forscher wird zumindest der Energieträger Kohle in diesem Jahrhundert "nicht knapp". Bei der Förderung von Erdöl erwarten sie "möglicherweise um 2025 herum einen Spitzenwert von 125 Millionen Barrel pro Tag". Derzeit fördern die Öl-Staaten täglich insgesamt knapp 80 Millionen Barrel. "Da die Autos kontinuierlich sparsamer werden", heißt es in der Shell-Studie weiter, "kann sich dieses Maximum (der Ölförderung von 125 Millionen Barrel pro Tag; d. Red.) allerdings durchaus bis 2040 verschieben".
Die kompletten Energie-Szenarien von Shell lassen sich im Internet abrufen unter www.shell.com/files/media-en/scenarios.pdf. Eine deutschsprachige Kurzfassung ist unter www.shell.de zu finden.