Stuttgart. Fast auf den Monat genau 15 Jahre nach Produktionsbeginn hat der Porsche Boxster gemeinsam mit seinem Schwestermodell Cayman die Marke von 300.000 gebauten Fahrzeugen überschritten. Dies teilte der Sportwagenbauer am Donnerstag mit. Als Jubiläumsmodell lief ein Boxster Spyder in Platinsilbermetallic mit carreraroter Naturleder-Innenausstattung für einen deutschen Kunden Anfang Juni in Stuttgart-Zuffenhausen vom Band. Der Boxster enstand in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für das Unternehmen. Porsche entschloss sich Anfang der 90er-Jahre zu einer Offensive und präsentierte auf der Detroit Motor Show 1993 eine Studie für einen klassischen Roadster mit Mittelmotor. Das Show-Car lehnte sich in der Formensprache an den 356 »Nr. 1« und den 550 Spyder an. Die positive Resonanz der Öffentlichkeit gab dann laut Porsche den Ausschlag für die Serienfertigung des Boxster, die im Sommer 1996 aufgenommen wurde.
Mehr als 300.000 Boxster und Cayman produziert
Der neue Wagen brachte dem Sportwagenbauer neue Kundenkreise. Um das Erfolgskonzept auf eine breitere Basis zu stellen, entwickelte Porsche auf der Plattform des offenen Zweisitzers zusätzlich ein Coupé, das als Cayman auf der IAA 2005 Weltpremiere feierte. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass Boxster und Cayman neben der Produktion in Zuffenhausen auch bei Valmet Automotive in Finnland gefertigt wurden.
Das Modellprogramm umfasst aktuell die vier offenen Varianten Boxster, Boxster S, Boxster S Black Edition und Boxster Spyder. Dazu kommen die Coupés Cayman, Cayman S, Cayman S Black Edition und Cayman R. Die Bandbreite der Motorisierungen der beiden Modellreihen liegt zwischen 255 PS (188 kW) und 330 PS (243 kW), die Verbräuche dank Porsche Intelligent Performance zwischen 9,4 l/100 km und 9,8 l/100 km.