Köln. Angesichts der Konkurrenz der deutschen Premium-Anbieter tut sich Lexus hierzulande äußerst schwer. Bis einschließlich Oktober konnten die Japaner laut Kraftfahrt-Bundesamt lediglich 3802 Neuzulassungen verbuchen. Zu Beginn des Jahres war geplant, dass 2007 mindestens 5900 Lexus einen neuen Besitzer in Deutschland finden. Daher ist Markus Schrick, Vice President Toyota Deutschland, inzwischen von dem Ziel abgerückt, 2010 rund 10.000 Lexus-Modelle zu verkaufen: „Das kann auch 2011 oder 2012 werden“.
Bis dahin sollen einige sportliche Nischen-Modelle das Angebot von Lexus ergänzen. So wollen die Japaner auch im Sportwagen-Segment als erste ein Hybrid-Fahrzeug anbieten. „Wir müssen einen dornigen Weg gehen“, räumt Schrick ein – und kündigt gleichzeitig „eine zweite Welle an Investitionen“ an. Schon heute schaltet die Marke unter anderem aufwendige Anzeigen- und Supplement-Kampagnen in Lifestyle-Magazinen. „Darauf haben wir nicht den Return, den eine Premium-Marke haben sollte“, räumt Schrick ein. Der erzielte Return sei minimal. In das Händlernetz hat Lexus in diesem Jahr rund 55 Millionen Euro investiert. Dabei konzentriert sich der Importeur vor allem auf Standorte in Großstädten.