Hamburg. Unter dem Titel "Gemeinsam zum Erfolg" wird der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) eine neue Broschüre über "Grundsätze zur Partnerschaft zwischen den Automobilherstellern und ihren Zulieferern" herausgeben. Im Vorwort des Kompendiums, das der VDA am 30. Januar veröffentlichen will und das Automobilwoche bereits vorliegt, heißt es, dass "Fragen der Zusammenarbeit in der automobilen Wertschöpfungskette vor dem Hintergrund des scharfen internationalen Wettbewerbs, der fortschreitenden Globalisierung, des strukturellen Wandels in der Automobilindustrie und der zum Teil dramatischen Veränderungen an den Finanz- und Kapitalmärkten erneut Gegenstand grundsätzlicher Erörterungen geworden" sind.
Daher hat der so genannte Rohstoff-Ausschuss des VDA ein Papier erarbeitet, dass wichtige Richtlinien für die Zusammenarbeit der industriellen Partner enthält: "Die Zahlungsmoral in der Automobilindustrie darf nicht in Misskredit geraten", lautet etwa Punkt 4 der Erklärung, "vereinbarte Zahlungstermine müssen deshalb eingehalten werden". Und unter Punkt 5 fordern die Autoren: "Schutzrechte und Know-how des Lieferanten werden respektiert. Erwartet wird jedoch auch, dass der Lieferant die Erfindungen und andere vertrauliche Kenntnisse seines Kunden geheim hält".
Von derlei Grundsätzen zur Partnerschaft zwischen den Automobilherstellern und ihren Zulieferern erhofft VDA-Präsident Bernd Gottschalk eine "Stärkung der deutschen Unternehmen im internationalen Konkurrenzkampf infolge besserer Abstimmung und vertrauensbildender Maßnahmen".