München. Opel schiebt gerade die ersten besonders emissionsarmen Ecoflex-Modelle auf die Straße, Toyota jubiliert über eine Million verkaufte Hybrid-Fahrzeuge, VW leiht einen Polo Bluemotion an den BUND für ein Vogelschutzprojekt aus und BMW baut jetzt auch in seine Luxus-Sportwagen der Sechser-Reihe einen sparsamen Diesel ein. Neben Extrem-Sparen gibt es nun scheinbar eine zweite Trend-Sportart: Das Extrem-Umwelt-bewusst-Sein. Und das ist gut so.
Ein Großteil der angebotenen, besonders grün erscheinenden Automodelle haben zwar einen eher beschränkten Aktionsradius. Nicht, dass es keine vollwertigen Autos sind. Doch Kleinwagen mit Dieselmotor – und seien sie auch noch so sparsam – rechnen sich nun einmal für die allerwenigsten. Doch der durch die Öffentlichkeit aufgebaute Druck auf die Autohersteller, endlich mehr effiziente Fahrzeuge zu bauen, hat gezeigt, dass die Hersteller wesentlich mehr in der Pipeline oder schon auf die Straße gebracht haben. BMW zum Beispiel bietet mit Efficient Dynamics eine Technologie an, die Automobilen mit der neuesten Sicherheits- und Komfortausstattung niedrige Emissionen ermöglicht, auch wenn der Fahrer es gerne flotter angehen lässt.
Aber auch die VW-TSI-Technik zeigt, dass moderne Benziner nicht nur ähnlich sparsam und flott zu bewegen sind wie direkt einspritzende Turbodiesel. Durch die geringere Steuerlast und die niedrige Versicherungseinstufung sind diese Fahrzeuge für Wenigfahrer interessant und werden daher schnell Verbreitung finden.