München. Globale Plattformen, Gleichteilestrategie, Allianzen der Konzerne, Erfindergeist – all das brachte den Autokäufern in den vergangenen fünfzehn Jahren eine stetig wachsende Auswahl an Produkten. Schluss mit Klein-, Kompakt-, Mittelklasse-, Luxus-, Sport-, und Geländewagen. Crossover heißt das Zauberwort noch heute, allen voran das SUV. Zum Entsetzen vieler Automobilisten muss diese Gattung noch nicht einmal all das können, für was einst ein Kombi, ein Sportwagen und ein Geländewagen nötig waren. Viel schlimmer: SUVs müssen nur so aussehen, als ob sie alles könnten.
Deshalb verstopfen nun Autos die Hallen und Höfe der Händler, die außen groß, innen aber eher klein sind (VW Touareg), die wie ein Geländewagen aussehen, deren Motor aber nur eine Achse antreibt statt zwei (Hyundai Santa Fe, VW CrossGolf) und die optisch sportlich auftreten, obwohl sie zweieinhalb Tonnen wiegen (Porsche Cayenne). Nun gut, wenigstens wurden diese Fahrzeuge gekauft, was einigen Herstellern Luft zum Atmen verschaffte. Doch das reicht nicht mehr. Der ganz große SUV-Hype ist vorbei.