Wolfsburg. Die Volkswagen AG legt angesichts des schleppenden Automobilgeschäfts auf dem deutschen Markt eine Reihe neuer Verkaufsfördermaßnahmen auf. So können VW-Vertriebspartner im Rahmen einer speziellen "Eroberungsaktion" beim Verkauf des Kompaktvans Touran nun mit einer Sonderprämie in Höhe von 1.250 Euro rechnen. "Mit dieser Maßnahme haben Sie jetzt ein äußerst attraktives Instrument für gezielte Verkaufsverhandlungen mit Fremdmarkenbesitzern zur Hand", heißt es in einem internen Schreiben zur "Herbstoffensive bei Volkswagen". Es gelte, den Vorsprung "gegen die Hauptwettbewerber Opel Zafira und Renault Scénic" weiter auszubauen. Seit Freitag vergangener Woche und befristet bis zum Jahresende gewährt VW zudem für den margenschwachen Kleinwagen Lupo eine "Poolabrufprämie": Händler, die Fahrzeuge aus dem Werklager abnehmen, erhalten 700 Euro.
Auf Basis des viertürigen Polo bietet VW neuerdings ein Sondermodell namens "Special" an, das Käufer mit einer üppigen Ausstattung und einem Preisvorteil von "bis zu 1.026 Euro" locken soll.
Trotz der schwachen Nachfrage beim Phaeton schließt VW Preissenkungen für die Luxuslimousine aus. Den Absatz in Schwung bringen sollen ab 2004 die Versionen V6 4Motion und V6 TDI. Mit den neuen Incentives hofft VW das Geschäft noch einmal anzukurbeln: Bei der Vorlage der Neunmonatszahlen hatte das Management unlängst gewarnt, dass man im laufenden Jahr beim Operativen Ergebnis "die Hälfte des Vorjahreswertes (4,76 Milliarden Euro; Anm. d. Red.) voraussichtlich nicht ganz" erreichen werde.