Berlin. Der US-Autokonzern General Motors (GM) will den Verlauf seiner Volumenmarke Chevrolet in Deutschland signifikant erhöhen. "In den nächsten sechs bis sieben Jahren wollen wir die Marke von 100.000 verkauften Fahrzeugen erreichen", sagte Peter Sommer, Geschäftsführer der Chevrolet Deutschland GmbH, der Tageszeitung "Die Welt". Der Marktanteil würde dann bei etwa drei Prozent liegen.
Um die ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, plant Sommer, das deutsche Händlernetz in den kommenden zwei Jahren deutlich auszubauen. "In den kommenden zwei Jahren wollen wir die Zahl der Händler von 300 auf 350 bis 360 und die Zahl der Verkaufsstandorte von 450 auf 600 in Deutschland erhöhen", kündigte Sommer an. Nachholbedarf im Händlernetz hat Chevrolet nach den Worten Sommers in den großen Metropolen und vor allem in Norddeutschland, im Ruhrgebiet und im Rhein-Main-Gebiet. "In den neuen Bundesländern sind wir dagegen schon sehr gut aufgestellt."
Unter der traditionsreichen Bezeichnung Chevrolet vertreibt General Motors auch Fahrzeuge der koreanischen Billigmarke Daewoo, die in Deutschland vor allem durch den Kleinwagen Matiz bekannt geworden ist.
Im vergangenen Jahr verkaufte die größte Marke des US-Konzerns General Motors in Deutschland 23.132 Chevrolet - mehr als Alfa Romeo, Chrysler, Saab oder Subaru, die schon deutlich länger auf dem deutschen Markt aktiv sind. Der Marktanteil von Chevrolet lag Ende 2006 bei 0,7 Prozent. Insgesamt setzte Chevrolet weltweit 4,1 Millionen Fahrzeuge ab.