Detroit/ München. Ford bestreitet Pläne zu haben, Volvo an BMW oder andere Autohersteller verkaufen zu wollen. Das teilte der US-amerikanische Autobauer in Detroit mit, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ein Ford-Sprecher sendete demnach eine Email, nachdem eine schwedische Zeitung berichtet hatte, Ford sei mit BMW in Verkaufsgesprächen über Volvo. Zunächst hatte Ford am Dienstag jeglichen Kommentar zu dem Pressebericht verweigert.
Die schwedische Zeitung "Göteborgs-Posten" hatte unter Berufung auf eine Quelle im Ford-Konzern berichtet, BMW würde einen möglichen Kauf der Volvo-Pkw-Sparte prüfen. Auch die "Financial Times" hatte schon am Freitag berichtet, BMW befände sich in informellen Gesprächen mit Ford über einen Volvo-Verkauf.
Ford hatte Volvo 1999 gekauft. Jetzt ist Volvo Teil der "Premier Automotive Group" (PAG) des US-Konzerns, zu der auch Jaguar und Land Rover gehören. Ford legt die Geschäftsergebnisse seiner einzelnen Marken nicht offen. Zusammen genommen verloren die drei Marken im vergangenen Geschäftsjahr jedoch 327 Millionen US-Dollar. Die Experten von Merrill Lynch meinen, Ford könnte mit einem Verkauf seiner Luxusmarken rund neun Milliarden Dollar erlösen. Volvo-Chef Fredrik Arp hatte gegenüber "Reuters" im März erklärt, Ford wolle den schwedischen Autobauer unbedingt behalten.
(Übersetzung: Gerhard Mauerer)