München. Die andauernde Dollar-Schwäche zwingt deutsche Zulieferer zur Verlagerung von Produktionskapazitäten nach Übersee, da hiesige Autobauer ihr Natural Hedging ausweiten wollen. "Derzeit gibt es Anfragen der deutschen Hersteller wie Daimler, BMW, Audi oder VW, ob wir den Anteil der in Nordamerika produzierten Teile erhöhen können", sagt Caspar Baumhauer, Vorstandschef des Sitzheizungsanbieters W.E.T. mit Stammsitz in Odelzhausen.
Bei Daimler sollen nach aktuellen Planungen etwa die Ende 2010 startenden Neuauflagen der Mercedes-Geländewagen ML und GL weitaus stärker als bisher mit Komponenten aus dem Dollar-Raum bestückt werden. Die Zulieferer ZF Lemförder (Achsmodule) und Benteler (Umformteile) prüfen bereits entsprechende Zusatzlieferungen für die in den USA montierten SUVs.