Hamburg. Der in Norddeutschland dominierenden VW-Handelsgruppe Raffay droht eine empfindliche Niederlage im Ringen um den Einstieg bei einem wichtigen Lokalkonkurrenten. Wie Automobilwoche aus Unternehmenskreisen erfuhr, steht das Hamburger Autohaus Wichert kurz vor der Übernahme der hanseatischen Handelsgruppe Köster mit einem Audi-Betrieb am Rugenbarg sowie dem auf VW spezialisierten Stammhaus am Bornkampsweg. An den strategisch wichtigen Standorten in der norddeutschen Metropole waren auch die VW-Tochtergesellschaft Raffay sowie der Ingolstädter Premiumhersteller Audi seit langem interessiert.
"Die Verhandlungen mit Raffay sind gescheitert", erklärte ein Manager, der nicht genannt werden wollte, auf Anfrage. Zudem habe sich das Autohaus Wichert bereit erklärt, die Köster-Belegschaft zu übernehmen. Nach unbestätigten Informationen sollen die Mitarbeiter der beteiligten Firmen noch im Laufe des heutigen Nachmittags über die Neuordnung des VW-Geschäfts in Hamburg informiert werden.