San Diego. Der US-Autobauer und Opel-Mutterkonzern General Motors treibt den eingeschlagenen Strategiewechsel in der Investitions- und Produktpolitik voran und will den Konzern künftig durch den Austausch der Modelle zwischen den einzelnen Ländern stärker global ausrichten. Das kündigt Entwicklungsvorstand Bob Lutz im Interview mit Automobilwoche an: „GM hat acht bis zehn Jahre zu lang eine viel zu strenge regionale Investitions- und Produktpolitik ohne eine globale Planung betrieben.“ Jetzt werde auf das gesamte Unternehmen geschaut, „wie es uns die Japaner vorgemacht haben.“ Lutz: „Künftig wird es keine Alleingänge mehr geben.“
Als Beispiel führt der Entwicklungsvorstand den Opel GT an, der in den USA entwickelt wurde und auch dort gebaut wird. „Das Auto passt trotzdem gut in das Opel-Modellprogramm. Besonders, wenn das Euro-Dollar-Verhältnis so bleibt, ist der Ertrag natürlich viel lukrativer.“ Seit diesem Monat wird in den USA auch der Opel Astra angeboten, der derzeit aus Antwerpen in die Staaten exportiert wird.
Auf Eis gelegt ist laut Lutz das einst gemeinsam angedachte SUV-Projekt mit DaimlerChrysler. Dazu gebe es im Moment weder Gespräche mit Daimler noch mit Chrysler. Wohl aber werde über technische Kooperationen wie bei der Hybrid-Technik geredet. Lutz: „So hat der neue Dodge Durango im Prinzip den gleichen Hybrid-Antrieb wie der Chevrolet Tahoe.“