Porto Cervo. Gerne betont Ford-Vertriebschef Jürgen Stackmann, dass sein Unternehmen die geringsten CO2-Flottenemissionen aller deutschen Hersteller habe. Auch Chefentwickler Jens Ludmann weist darauf hin, dass die bekannten Antriebe für den neuen Mondeo „zwischen drei und zehn Prozent weniger CO2 emittieren“. Doch die Kölner arbeiten bereits an einer neuen, kleinvolumigen Motorengeneration. „Wir werden künftig zweigleisig fahren“, erklärt Ludmann gegenüber der Automobilwoche am Rande der Präsentation des neuen Mondeo auf Sardinien.
„Zum einen werden wir für viele Baureihen Bioethanol-Versionen anbieten, zum anderen ist auch Downsizing für uns ein Thema“, sagt Ludmann. Aus Konzernkreisen ist zu hören, dass zunächst ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung die aktuellen Saugmotoren mit zwei und 2,3 Liter Hubraum ablösen soll. Der Marktstart könnte zeitgleich mit der Bioethanol-Varianten in rund einem Jahr erfolgen – und damit lange nach den Wettbewerbern von VW und Opel. „Wir haben uns entschieden, bereits zur Markteinführung am 16. Juni drei Karosserievarianten zu bringen“, sagt Stackmann. „Das bindet zunächst unsere Kapazitäten“. Stackmann ist trotz mäßiger Infrastruktur in Deutschland vom Erfolg der Bioethanol-Fahrzeuge überzeugt. „Der Aufpreis beträgt nur rund 3000 Euro, da kann jeder mitmachen“.