Brüssel. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in der Europäischen Union ist im Februar den fünften Monat in Folge gesunken. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 888.878 Fahrzeuge neu zugelassen – das sind 9,7 Prozent weniger als im Februar 2011, wie der Branchenverband ACEA am Donnerstag in Brüssel mitteilte.
Während die Nachfrage in Deutschland auf Vorjahresniveau geblieben ist, konnte sich der spanische Markt im Vergleich zum Januar 2012 (minus 21,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr) deutlich erholen. Im Februar 2012 haben die Spanier 64.732 Fahrzeuge neu zugelassen und damit das Minus auf 2,1 Prozent beschränkt. Umgekehrt entwickelte sich die Situation in Frankreich. Den Januar beendeten die Franzosen mit einem Minus von 1,8 Prozent, Ende Februar müssen sie ein Minus von 20,2 Prozent verkraften. Konkret bedeutet das, dass die Nachfrage in Frankreich um ein Fünftel eingebrochen ist. Schlimmer hat es nur noch die finanziell schwer gebeutelten Länder Portugal (minus 48,4 Prozent) und Griechenland (minus 45,2 Prozent) getroffen. Weil aus Italien seit Januar 2011 keine offiziellen Zahlen mehr vorliegen, musste sich der Verband für dieses Land mit einer Hochrechnung behelfen. Demnach haben die Italiener im Februar 130.661 Autos neu zugelassen, das macht unterm Strich ein Minus von 18,9 Prozent nach 31,2 Prozent im Vormonat.EU: Neuzulassungen sinken weiter
Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in der EU ist im Februar laut dem Branchenverband ACEA den fünften Monat in Folge gesunken. Während im August 2011 noch über 1,5 Millionen Autos neu zugelassen wurden, liegt die Zahl Ende Februar 2012 bei 888.878 Fahrzeugen.
Zulassungsplus bei Daimler
Von den drei großen deutschen Autobauern Volkswagen, BMW und Daimler konnte nur letztgenannter ein Zulassungsplus einfahren. Während im Februar 4,3 Prozent mehr Fahrzeuge aus dem Hause Daimler zugelassen wurden (Wachstumstreiber war vor allem die Marke Mercedes: 37.969 Autos (plus 5,6 Prozent), ist die Nachfrage bei der VW Group um 2,6 Prozent und bei der BMW Group um 1,4 Prozent eingebrochen.
Mit sinkender Nachfrage hatten auch die Fiat Group (minus 16,7 Prozent auf 64.909 Fahrzeuge), die Toyota Group (minus 14,3 Prozent auf 34.898), Suzuki (minus 26,7 Prozent auf 10.096), Honda (minus 34,8 Prozent auf 7445) und Mitsubishi (minus 35,7 Prozent auf 5586), die PSA Group (minus 16,8 Prozent auf 115.690 Autos) und Renault (minus 24,0 Prozent auf 84.620 Fahrzeuge) zu kämpfen.Deutlich besser sah es hingegen bei Chevrolet (plus 16,2 Prozent/14.876 Autos), Jeep (plus 58,9 Prozent/2079), Mini (plus 13,4 Prozent/9406), Lexus (plus 76,2 Prozent/1540), Kia (plus 30,8 Prozent/22.134) und Jaguar Land Rover (plus 54,4 Prozent/6786) aus. (Foto: BLG)
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