Detroit. Der US-Autobauer Ford muss erneut Autos in die Werkstatt zurückordern. Wie das "Wirtschaftsblatt" berichtet, sind eine halbe Million US-Modelle des Geländewagens Escape betroffen. Grund für den Ruckruf ist ein Problem mit dem Gaspedal. Die US-Sicherheitsbehörde NHTSA warnt in diesem Zusammenhang, dass ein Kabelstecker für den Tempomaten einen zu geringen Abstand zur Motorenabdeckung habe und es deshalb unter Umständen zu Problemen beim Gasgeben kommen kann. Nach Herstellerangaben sind in Europa 4500 Fahrzeuge betroffen.
Gebaut wurde das Modell, das in Europa unter dem Namen Maverick verkauft wurde, bis Anfang 1999 von der spanischen Nissan Motor Ibérica, danach fand die Produktion in den USA im Hause der Ford Motor Company statt. Die zweite Generation wurde parallel in Europa und als Ford Escape in den Vereinigten Staaten vertrieben. Im Sommer 2007 wurde der Maverick in Europa aus dem Programm genommen und im Frühjahr 2008 durch den Ford Kuga ersetzt.Erst vergangene Woche war Ford aus einem ähnlichen Grund in die Schlagzeilen geraten. Damals hatte der Autobauer den Besitzern von 11.500 Escape gerraten, ihr Auto sofort stehen zu lassen. Grund für die ungewöhnlich drastische Warnung war eine defekte Treibstoffleitung, durch die ein Feuer im Motorraum ausbrechen könnte. Betroffen war die neue Generaton des Escape mit 1,6-Liter-Motor, die erst seit Juni in den USA verkauft wird. Modelle mit 2,0- und 2,5-Liter-Motor waren nicht betroffen. (Foto: Ford)