Sankt Petersburg. Im russischen Ford-Werk ist es erneut zu Arbeitsniederlegungen gekommen. Die rund 500 Mitarbeiter des zweitgrößten amerikanischen Autobauers traten Dienstagnacht in Streik, nachdem eine von einem russischen Gericht angeordnete Streikpause von zwei Wochen geendet war. Bereits vor zwei Wochen hatte es in dem Werk Streiks gegeben.
Die Arbeiter wollen deutlich mehr Geld. Die Monatsgehälter sollen um fast die Hälfte von aktuell 19.000 auf dann 28.000 Rubel steigen. Dies entspricht rund 780 Euro je Monat. Ford ist nicht das einzige Unternehmen, das sich höheren Gehaltsforderungen gegenüber sieht. In Russland liegt die Inflationsrate derzeit bei etwa zehn Prozent. Landesweit fordern viele Arbeiter deutlich höheren Lohn.
Der russische Automarkt ist für die Autohersteller mit hohen Wachstumsraten äußerst attraktiv. Sankt Petersburg hat sich in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Produktionsstätten zur russischen Autohochburg entwickelt.