Wolfsburg. Volkswagen hat die Entscheidung über eine Serienproduktion des so genannten Microbus verschoben. Ursache ist die momentane Unsicherheit über die Entwicklung des US-amerikanischen Automobilmarkts, in den 70 bis 80 Prozent der angedachten Jahresproduktion von rund 100.000 Einheiten exportiert werden sollen.
Ursprünglich hätte bis Ende Januar des laufenden Jahres klar sein sollen, ob das Wolfsburger Unternehmen den Microbus baut; als Favorit für die Montage gilt das VW-Nutzfahrzeugwerk in Hannover. Eine seriennahe Studie, deren Design an den legendären VW Bulli erinnert, hatte VW bereits vor gut einem Jahr auf der Detroit Motor Show gezeigt.
Aufsichtsratsnahe Kreise gehen nun davon aus, dass die Entscheidung erst bei der übernächsten Sitzung des VW-Kontrollgremiums am 15. April fallen wird. Am Tag darauf findet die Hauptversammlung der Volkswagen AG statt, so dass der scheidende VW-Vorstandschef Ferdinand Piech oder sein Amtsnachfolger Bernd Pischetsrieder den Beschluss in Sachen Microbus zeitnah öffentlich bekannt geben könnten. Nach Informationen aus Konzernkreisen prüfen Absatzplaner bei VW derzeit, inwieweit europäische Märkte deutlich mehr Einheiten des Microbus aufnehmen könnten als bisher geplant, um einen möglichen Absatzeinbruch in den USA zu kompensieren.