Detroit/ New York. Der amerikanische Neuwagenmarkt hat sich auch im Dezember in erschreckend schwacher Verfassung gezeigt. Alle großen dort vertretenen Autobauer mussten gegenüber Dezember 2007 Absatzrückgänge hinnehmen. Die Pkw-Sparte des Daimler-Konzerns hat in den USA im Dezember mit 20.848 Fahrzeugen 23,5 Prozent weniger abgesetzt. Auf das Gesamtjahr gesehen hat sich der Automobilhersteller mit den Marken Mercedes-Benz und smart noch recht gut geschlagen. 249.750 Autos im vergangenen Jahr verkaufte Fahrzeuge bedeuten einen leichten Rückgang von 1,5 Prozent, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Montag mit. Gerettet hat den DAX-Konzern die Einführung des Cityautos smart in den USA. Vom smart fortwo wurden seit Mitte Januar 24.622 Fahrzeuge abgesetzt. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz ging dagegen im Gesamtjahr um 11,2 Prozent auf 225.128 Einheiten zurück. Im letzten Monat des Jahres betrug der Rückgang bei der Kernmarke sogar 32,1 Prozent auf 18.507 Fahrzeuge. Vom smart gingen im Dezember 2341 Fahrzeuge an die Kunden.
BMW hat auf seinem wichtigen Absatzmarkt USA im Dezember mit 21.626 Fahrzeugen konzernweit 35,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat verkauft. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 303.190 Autos abgesetzt, teilten die Münchener am Montag mit. Das entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent. Bei der Hauptmarke BMW ging der Absatz im Dezember um 40,2 Prozent auf 18.060 Autos zurück. Einen kleinen Lichtblick brachte die Kleinwagen-Marke MINI, deren Absatz sich stabil zeigte. Es wurden mit 3566 Stück 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr verkauft.
Porsche hat im vergangenen Jahr in Nordamerika einen Absatzeinbruch um 24 Prozent verzeichnet. Besonders stark sei der Rückgang bei den Sportwagenbaureihen 911 und Boxster, von denen jeweils rund ein Drittel weniger Fahrzeuge abgesetzt worden seien, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Neben der Wirtschaftskrise sei ein Modellwechsel bei diesen beiden Baureihen Auslöser für den Rückgang. Die Baureihe Cayenne habe sich mit einem Minus von elf Prozent hingegen noch vergleichsweise gut geschlagen. Insgesamt wurden 2008 in Nordamerika 27.717 Fahrzeuge ausgeliefert, davon 26.035 in den USA und 1682 in Kanada. Im Dezember habe sich "eine erste Stabilisierungstendenz der Verkaufszahlen" abgezeichnet, berichtete der Autobauer weiter. Zwar habe der Absatz mit 2249 Fahrzeugen erneut um 25 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen. Das sei aber schon ein deutlich geringerer Rückgang als in den vergangenen Monaten. Im November hatte der Absatz noch um 46 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.