Berlin. Der deutsche Autobauer DaimlerChrysler hat dem US-Konkurrenten Ford Motor die Rechte am Namen "Daimler" abgekauft. Man habe dafür 20 Millionen US-Dollar gezahlt, sagte Konzernhef Dieter Zetsche auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Berlin. Dort sollen die Aktionäre nach der Trennung von der angeschlagenen US-Tochter Chrysler über den neuen Namen "Daimler AG" entscheiden. Die Bezeichnung "Daimler" nutzt allerdings bislang Ford für besonders große Autos seiner britischen Luxustochter Jaguar. Vor der Hauptversammlung hatten Börsianer über einen dreistelligen Millionenbetrag für die Namensrechte spekuliert.
Ford ist über Umwege an "Daimler" gelangt: Konstrukteur Gottlieb Daimler hatte im 19. Jahrhundert seinen Motor nach Großbritannien lizenziert. Während er seine eigenen Wagen unter dem Namen "Mercedes" beziehungsweise "Mercedes-Benz" verkaufte, nannte sein britischer Geschäftspartner seine Fahrzeuge "Daimler". Später übernahm Jaguar die "Daimler Motor Company"; Jaguar wiederum wurde von Ford gekauft.