Hannover. Der Automobilzulieferer Continental AG steht vor einer weiteren Verlagerung von Arbeitsplätzen aus Deutschland in Niedriglohnländer wie Rumänien, Tschechien und Russland. "Selbst bei einem Lowcost-Anteil von 60 oder 70 Prozent muss für uns nicht Schluss sein", bestätigte
Vorstandschef Manfred Wennemer im Gespräch mit Automobilwoche entsprechende Pläne.
Als wesentliches Hindernis für eine Ausweitung der inländischen Produktion nannte Wennemer die konjunkturelle Unsicherheit in Verbindung mit allzu starren Kündigungsschutz-Regelungen.
Den "internen Wettbewerb" der Fertigungsstätten will Wennemer zügig weiter verschärfen: "An unseren Standorten in Westeuropa sollte man sich dringend mit dem flexiblen Arbeitszeitmodell unserer Herstellung in Hannover-Stöcken beschäftigen." Die Aufgabe einer weiteren Hochlohnfabrik schloss der Vorstandsvorsitzende ausdrücklich nicht aus.