Washington/New York. US-Präsident George W. Bush hat den drei angeschlagenen US-Autobauern Gelder aus dem milliardenschweren Rettungspaket für die US-Banken in Aussicht gestellt. Damit schlug der scheidende Staatschef einen neuen Weg ein. Bisher hatte er solche Hilfen strikt abgelehnt. Sofortkredite in Höhe von 14 Milliarden Dollar für die drei großen Autobauer waren am Freitag am Widerstand der Republikaner auch im US-Senat gescheitert. GM und Chrysler hatten zuletzt immer wieder betont, das Geld noch im Dezember zu brauchen. Daher wurde beim Ausbleiben staatlicher Hilfen mit einer baldigen Insolvenz gerechnet.
Der Vorstoß Bushs entschärfte diese Gefahr. Die US-Demokraten hatten schon die ganze Zeit gefordert, das Banken-Hilfspaket auch für die Autohersteller zu öffnen. "Weil der Kongress nicht gehandelt hat, stehen wir bereit, um einen unmittelbaren Zusammenbruch (der Autobauer) zu verhindern, bis der Kongress wieder zusammenkommt", teilte eine Sprecherin des US-Finanzministeriums am Freitag mit. Dann werde es um die langfristige Lebensfähigkeit der Konzerne gehen.