Neckarsulm/Frankfurt. Im festgefahrenen Tarifkonflikt in der Metallindustrie gibt es Bewegung. Sowohl der Arbeitgeberverband Südwestmetall als auch die IG Metall bestätigten am Mittwoch, dass die Sondierungsgespräche im Südwesten abgeschlossen seien. Zudem sei der Termin für die vierte Gesprächsrunde am kommenden Dienstag (11. November) in Sindelfingen (Kreis Böblingen) festgezurrt worden.
Ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart: "Wenn die Sondierungen erfolglos gewesen wären, würde ein Termin, bei dem beide Seiten versuchen, einen großen Schritt weiterzukommen, keinen Sinn machen." Die Verhandlungen im Südwesten seien sehr wichtig für die Arbeitgeber. Einzelheiten nannte er nicht.
Ein Sprecher der IG-Metall-Bezirksleitung in Stuttgart sagte: "Die Bestätigung des Termins zeigt, dass es noch eine Chance für eine Lösung ohne Streik gibt." Während der Sondierung hatte es auf verschiedenen Ebenen der beiden Lager Kontakte gegeben, unter anderem auch zwischen Südwestmetall-Chef Stefan Roell und IG-Metall- Bezirksleiter Jörg Hofmann. In IG-Metall-Vorstandskreisen hieß es in Frankfurt, dass in der Stuttgarter Sitzung auf jeden Fall der ernsthafte Versuch einer Einigung unternommen werden soll.
Beide Seiten wollen zu dem Termin ihre Spitzen mitbringen. Es sei nicht ausgeschlossen, das Gesamtmetallpräsident Martin Kannegiesser in Sindelfingen anwesend ist, sagte der Arbeitgeber-Sprecher. Auf IG- Metall-Seite wird der Vorstand am Dienstag in der Region tagen.