Bergisch Gladbach. Es sind schlechte Zeiten für die Automobilindustrie. Vor allem die amerikanischen Fahrzeugbauer mit ihren großen SUVs werden derzeit von den rasch steigenden Spritkosten böse überrascht. Aber auch deutsche Hersteller wie Daimler und BMW leiden unter dem schwachen Markt. Mit dem Ergebnis, dass allein in den vergangenen sechs Monaten die 17 größten Autobauer der Welt ein Viertel ihres Wertes verloren haben. Doch gerade in schlechten Zeiten zeigt sich, wer gut wirschaftet. Dies verdeutlicht die aktuelle Studie des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach. Sie vergleicht den Markt, Innovations- und Finanzierungserfolg jener 17 global agierenden Automobilhersteller.
An der Weltspitze steht demnach - einmal mehr - Toyota. Der japanische Vorzeigekonzern verdiente im vergangenen Jahr an jedem verkauften Auto durchschnittlich 1500 Euro. Für einen Volumenhersteller ein hervorragender Wert, erzielte Konkurrent Volkswagen doch nur einen Gewinn von rund 900 Euro je Pkw. Massenhersteller wie Renault oder Peugeot bringen es gar lediglich auf 312 und 250 Euro Gewinn je Fahrzeug. Für Toyota hat diese Effektivität dazu geführt, dass die Japaner im vergangenen Jahr den mit Abstand höchstens Gewinn und ein EBIT von rund 14,4 Milliarden Euro einfahren konnten. Besonders deutlich wird die Dominanz von Toyota beim Blick auf die Bilanz des laufenden Jahrzehnts: Seit dem Jahr 2000 summiert sich der Gewinn von Toyota auf fast 95 Milliarden Euro. Damit hat der Konzern in den vergangenen sieben Jahren mehr verdient als Volkswagen, BMW und Daimler beziehungsweise DaimlerChrysler zusammen.