Leverkusen. Auf wichtigen Automobilmärkten Westeuropas ist im nächsten Jahr ein weiterer Absatzrückgang zu befürchten. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Weltautomobilmarkt-Prognose der Branchenbeobachter von Auto-Future, Leverkusen. Geschäftsführer Ferdinand Dudenhöffer: "Mit nur 14,1 Millionen Zulassungen droht der Region in 2003 ihr schlechtestes Jahr seit 1997."
Neben Italien sei insbesondere auf dem Leitmarkt Deutschland mit einem schwachen Fahrzeuggeschäft zu rechnen. "Die Belastung im Automobilhandel, bei den Zulieferern und Herstellern durch staatliche Steuer- und Zwangsmaßnahmen war noch nie so groß wie 2003", so AutoFuture-Analyst Dudenhöffer. Eine deutliche Verbesserung der Verkaufszahlen in Westeuropa zeichne sich erst für 2004 ab: Mit 14,75 Millionen Einheiten könnte das Niveau von 2000 erreicht werden.
Wichtige Wachstumsmärkte im Welt-Automobilgeschäft liegen nach Einschätzung Dudenhöffers in den kommenden Jahren in Osteuropa und Asien. Eine "weiterhin rasante Entwicklung" werde vor allem China erfahren. Für die japanische Wirtschaft sei in 2003 und 2004 allenfalls ein "leichtes" Wachstum zu erwarten.
Auf dem weltweit größten Automarkt, in den USA, erwartet AutoFuture ein geringes, doch stabiles Wachstum. Insbesondere Fahrzeuge des Segments Sport Utility Vehicles (SUV) dürften in Nordamerika auch in den nächsten Jahren auf rege Nachfrage stoßen. Dudenhöffer: "Interessante Produkte schaffen sich einen Markt."