Groß-Gerau. "Dass es 2008 nicht einfach wird, haben wir spätestens in der zweiten Maiwoche gespürt", erinnert sich Peer Günther, Direktor Marketing & Business Development bei BCA. Indiz für die Auktionsspezialisten war die sogenannte Conversion-Rate – das ist die Quote der eingelieferten Fahrzeuge, die in einer Auktion dann tatsächlich einen Käufer finden. Sie sank im Frühjahr, wird aber über das Gesamtjahr 2008 mit 70 Prozent nur marginal unter dem Vorjahreswert von 71 Prozent liegen.
"Der Handel war damals sehr viel zurückhaltender", sagte Günther der Automobilwoche. Die Restwerte der Fahrzeuge brachen in den Monaten Mai bis Juli um fünf bis sieben Prozent ein. Auf dem neuen niedrigeren Preisniveau habe sich das Geschäft im weiteren Jahresverlauf allerdings volumenmäßig wieder normalisiert, so Günther weiter. Vorbehaltlich der noch ausstehenden drei Wochen des Jahres wird BCA in Deutschland im Jahr 2008 ingesamt 98.000 Fahrzeuge verauktioniert haben, das sind 6,2 Prozent mehr als 2007 (92.300 Einheiten). "Auch unser Umsatzziel von 1,1 Milliarden Euro werden wir übertreffen", kündigt Günther an.