München. Toyota soll in den europäischen Herstellerverband ACEA aufgenommen werden, erfuhr Automotive News Europe aus Verhandlungskreisen. Noch in der laufenden Woche wird die ACEA demnach die Aufnahme des japanischen Autobauers bekannt geben. ACEA repräsentiert die 13 großen europäischen Auto-, Lastwagen- und Bushersteller. Die Vereinigung leistet in der Europäischen Union Lobbyarbeit für die Autoindustrie.
Toyota ist bereits seit 1963 auf dem europäischen Markt vertreten, als der Hersteller begann, Autos in Dänemark zu verkaufen. In den folgenden 24 Jahren expandierte Toyota in die anderen europäischen Märkte. Die erste Autofabrik eröffnete Toyota 1989 in Burnaston, England. Seit langem sind die Japaner der Überzeugung, als europäischer Hersteller wahrgenommen werden zu müssen und demnach ein Recht auf Mitgliedschaft in der ACEA zu haben. So entfalle die Mehrzahl der weltweit verkauften Toyotas auf den europäischen Markt. Zudem hat Toyota in den vergangenen 14 Jahren rund sechs Milliarden Euro in Europa investiert und zählt rund 20.000 europäische Mitarbeiter.
Bereits in der Vergangenheit hat Toyota versucht, ACEA-Mitglied zu werden. Die Bemühungen scheiterten jedoch am Widerstand europäischer Konkurrenten.
(Übersetzung: Gerhard Mauerer)