München. Die Abwrackprämie zeigt positive Wirkung in der Mängelstatistik der Überwachungsvereine. Zu diesem Schluss kommt der TÜV Süd in der Interpretation der Daten des TÜV Reports 2012, der auf der Auswertung von 7,8 Millionen Hauptuntersuchungen (HU) basiert. 3,1 Millionen der analysierten Hauptuntersuchungen wurden im Marktgebiet der Münchner durchgeführt, also in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Hamburg. Dabei sei eine positive Wirkung der Abwrackprämie des Jahres 2009 festgestellt worden.
"Klare Signale für die Auswirkungen der Abwrackprämie kommen vor allem aus Regionen mit den meisten Antragsstellern. Dort verzeichnen wir gegen den Bundestrend einen Mängelrückgang in den höheren Altersklassen", sagte Bernhard Kerscher, Sprecher der Geschäftsführung von TÜV Süd Auto Service. Als Beispiele nannte er Baden-Württemberg und Sachsen. Während die Mängelquote bei den zwei- und dreijährigen Fahrzeugen mit 0,2 beziehungsweise 0,8 Prozentpunkten im Vergleich zur Auswertung des Vorjahres leicht angestiegen ist, hat sich das Ergebnis bei den über neun Jahre alten Wagen im Südwesten um 2,8 und im Osten um 2,5 Prozentpunkte verbessert – in der Altersgruppe also, in der viele Wagen verschrottet wurden.
Getrübt werde der positive Einfluss der Abwrackprämie auf die Mängelquote dadurch, dass einige der Modelle, die besonders profitiert haben, prompt auf den hinteren Plätzen im TÜV Report 2012 landen. Beispiele seien das Schlusslicht Dacia Logan oder der Fiat Panda auf dem drittletzten Platz.