Brüssel. Die deutschen Autohersteller haben im September in Europa erneut überwiegend Rückgänge bei den Zulassungen hinnehmen müssen. Einzig Volkswagen glänzte mit einem Anstieg von 1,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 263.435 Einheiten, wie aus den am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Daten des europäischen Herstellerverbandes Association des Constructeurs Europeens d'Automobiles (ACEA) hervorgeht. Die Wolfsburger steigerten zudem ihren Marktanteil von 18,3 auf 20,2 Prozent.
Insgesamt brach der Neuwagenabsatz in Europa um acht Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge ein, teilt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Als Erklärung verweist der VDA auf die Finanzkrise: "Angesichts einer sich europaweit weiter abschwächenden Konjunktur sowie der – vor Verabschiedung der aktuellen Rettungspläne – äußerst angespannten Lage an den Kreditmärkten stellten viele Verbraucher ihre Kaufentscheidung für ein Auto vorerst zurück", heißt es in einer Mitteilung. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Pkw-Absatz in Europa mit 11,7 Millionen Fahrzeugen vier Prozent unter dem Vorjahresergebnis.
Bei BMW sanken die Zulassungen um 15,4 Prozent auf 74.367 Stück. Der Marktanteil sank von 6,2 auf 5,7 Prozent. Bei Daimler gingen die Zulassungen um 6,3 Prozent auf 75.604 Fahrzeuge zurück. Der Marktanteil stieg hingegen leicht von 5,7 auf 5,8 Prozent. Unter den US-Herstellern verzeichnete General Motors (GM) ein Minus von 18,1 Prozent auf 129.746 Stück (Marktanteil 9,9 nach 11,1 Prozent). Ford musste ein Minus von 11,4 Prozent auf 136.003 Fahrzeuge verkraften (Anteil 10,4 nach 10,8 Prozent). Der größte japanische Hersteller Toyota verzeichnete einen Rückgang von 6,8 Prozent auf 73.748 Stück (Anteil 5,7 nach 5,6 Prozent.)
(Mit Material von dpa-AFX)