München. Die Krise der US-Autobauer hält an. Analysten warnen gar vor existenzgefährdenden Problemen bei General Motors. Am stärksten bekommen diese Entwicklung die US-Zulieferer zu spüren, die von Aufträgen der dortigen Autohersteller abhängen. Doch auch die westeuropäischen Zulieferer müssen auf die Entwicklung reagieren.
Zulieferer ZF, der 2007 zehn Prozent des Umsatzes in Nordamerika erwirtschaftete, rechnet für 2008 mit einem geringeren Umsatzanteil in dieser Region. Die Friedrichshafener haben auf die anhaltend schwachen Verkäufe der US-Autobauer schon 2007 mit einer Intensivierung der Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten in Richtung der etablierten Kunden wie auch der Transplants japanischer und koreanischer Hersteller reagiert. Laut ZF konnten „neue Projekte bereits akquiriert werden“. Eine zusätzliche Maßnahme: „Der Einkaufsanteil von Materialien aus dem Dollar-Raum wurde erhöht, um von Lieferungen aus der Euro-Zone unabhängiger zu werden und so das Wechselkursrisiko zu reduzieren.“
Ebenfalls bereits 2007 trieb ZF in Nordamerika ein Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramm voran. So wurde etwa die Fertigung von Fahrwerkkomponenten in Kentucky an andere US-Standorte verlagert, um die Produktion dem neuen Kapazitätsbedarf anzupassen.
Der Nordamerika-Umsatz von Benteler Automobiltechnik trägt gar 27 Prozent zum Gesamtumsatz bei. „Wir gehen im laufenden Jahr von einer ähnlichen Zahl aus“, heißt es beim Hersteller von Fahrwerkteilen. Die Paderborner setzen in den USA auf den Trend zu kleineren Fahrzeugen. Für die dafür benötigten Produkte habe Benteler das Know-how.