Friedrichshafen. Vom Wachstum des Zulieferers ZF Friedrichshafen haben in diesem Jahr auch die deutschen Standorte profitiert. Die Anzahl der Beschäftigten beim Getriebespezialisten ist konzernweit um etwa 3000 auf rund 58.000 gestiegen. "Davon wurden knapp 1100 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen", erläutert Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Rund ein Viertel der zusätzlich in Deutschland geschaffenen Stellen entfallen auf den Engineeringbereich. Die Gründe für die Beschäftigungsentwicklung sieht der ZF-Chef unter anderem in der hohen Flexibilität der Standorte und in den Produktivitätsfortschritten, die in den Werken erzielt wurden.
In Deutschland investiert ZF am Stammsitz in Friedrichshafen rund 200 Millionen Euro in die Fertigung von Nutzfahrzeug- und Sonderantriebstechniken. Der Standort Saarbrücken erhielt den Zuschlag für das neue Achtgang-Automatikgetriebe, das 2010 in Serie gehen soll. Zudem wird eine neue Generation von Drehmomentwandlern für dieses Getriebe in Schweinfurt gebaut. Rund 80 Millionen Euro fließen dort in eine neue Fabrikhalle.
Der Zulieferer wird beim Umsatz 2007 um rund acht Prozent auf etwa 12,6 Milliarden Euro zulegen. In den kommenden Jahren erwartet Härter aber, "dass der Umsatz nicht mehr ganz auf diesem hohen Niveau zulegen wird". Auch beim Gewinn werde der Konzern 2007 über dem Vorjahresergebnis von 296 Millionen Euro nach Steuern liegen.