Friedrichshafen. Der ZF-Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Härter bekennt sich ebenso wie Continental-Chef Manfred Wennemer zur Hybridtechnologie. Vor wenigen Tagen startete der Zulieferer vom Bodensee nun die europaweit erste Serienproduktion von Hybridmodulen. Erster Kunde ist Mercedes-Benz, dessen Luxuslimousine S-Klasse als erstes Fahrzeug mit dem DynaStart genannten elektrischen Antrieb aus dem ZF Sachs-Standort in Schweinfurt ausgerüstet wird.
Insgesamt gibt es acht Serienentwicklungsprojekte für vier Fahrzeughersteller, die mit ihren Modellen zwischen 2008 und 2012 Produktionsstart haben werden. ZF hatte allein 2007 über 58 Millionen Euro in die Entwicklung der Hybridtechnologie investiert.
Gebaut werden die Hybridmodule in einer neuen Produktionshalle am ZF Sachs-Standort Schweinfurt. Von dort aus will der Zulieferer ab Oktober Hersteller von Pkw, Bussen und leichten Nutzfahrzeugen mit dem DynaStart beliefern. Derzeit werden im Werk noch sogenannte Freigabemuster produziert.
Der Zulieferer plant in der Anlaufphase mit einer Kapazität von 35.000 Einheiten pro Jahr. Das Produktionsvolumen lässt sich auf maximal 200.000 Module jährlich erweitern. Die von ZF Sachs gefertigten Elektromotoren wurden speziell für die Integration in den Antriebsstrang entwickelt und eignen sich besonders für Parallelhybridantriebe. Beim Parallelhybrid speist - anders als bei einem seriellen Hybrid - nur ein Elektromotor Leistung in den Antriebsstrang ein.