Friedrichshafen. Nach dem Krisenjahr 2009 stehen beim Zulieferer ZF Friedrichshafen die Zeichen wieder auf Wachstum. Maßgeblich beschleunigt wird diese Entwicklung vom asiatischen Markt. 2009 trug die Region Asien-Pazifik mit 1,7 Milliarden Euro 18 Prozent zum ZF-Umsatz von knapp 9,4 Milliarden Euro bei. Mittelfristig rechnet ZF-Vorstandschef Hans- Georg Härter damit, dass die Region etwa ein Viertel zum Konzernumsatz beisteuern wird. Haupttreiber in der Region ist China. ZF trägt dem unter anderem dadurch Rechnung, dass im Juni 2010 im Schanghai-Distrikt Songjiang ein neues Verwaltungsgebäude mit Entwicklungszentrum eröffnet wurde. Rund 20 Millionen Euro wurden dort investiert. Derzeit arbeiten in dem Neubau gut 250 Mitarbeiter. In spätestens fünf Jahren sollen an dem Standort rund 500 Menschen beschäftigt sein.
Den Umzug aus der Stadtmitte von Schanghai in den Außenbezirk wurde den Beschäftigen mit einem speziellen Programm schmackhaft gemacht. Mitarbeiter, die bei ZF mindestens drei Jahre an Bord waren, konnten einen zinslosen Kredit von 10.000 Euro in Anspruch nehmen. "Alle Mitarbeiter haben das Angebot angenommen“, so Guohong Ye, Präsident von ZF China. ZF verspricht sich einiges von einem verstärkten Engagement in Songjiang. "Damit sind wir in der Lage, im Zentrum der boomenden Automobilwirtschaft mit speziell für den chinesischen Markt entwickelten Produkten die Kundenwünsche der Hersteller in China sehr präzise zu erfüllen“, erläutert Härter den von ZF verfolgten sogenannten Design-to-Market-Ansatz.