Neuss. Peter Dahlmann ist Opel-Urgestein. Er führt die Autogruppe Dresen in der vierten Generation und die fünfte steht schon in den Startlöchern. Das Stammhaus in Neuss bei Düsseldorf gründete der Urgroßvater 1874 – damals noch als Nähmaschinen- und Fahrradhandel. Seit den Anfängen ist die Firma sehr eng mit der Entwicklung von Opel verbunden, die ebenfalls als Nähmaschinen- und Fahrradmanufaktur begann. Dahlmann übernahm 1975 das Geschäft mit 24 Jahren und baute Dresen vom reinen Opel-Händler zur Mehrmarken-Gruppe mit zehn Marken und 700 Mitarbeitern an 21 Standorten aus.
Beim Thema Opel wird der 61-Jährige wehmütig. Zu den besten Zeiten Ende der 70er-Jahre hatten die Rüsselsheimer einen Marktanteil von 17 Prozent – und in manchen Regionen wie im Ruhrgebiet kam Opel auf über 35 Prozent. "Damals haben wir viel mehr Kadett verkauft als Käfer. Die jungen Leute wollten noch alle Automechaniker werden und kamen zu uns. Eine Anstellung bei Opel Dresen, das galt als Spitzenjob. Und die Führungskräfte trugen eine Nadel mit einer goldenen Eins am Revers. Damals hatten wir das Ziel vor Augen, die 20 Prozent zu knacken – aber dann begann der Abstieg.“ Dahlmann ist Realist und redet nichts schön: "Auf diesem Weg nach unten befinden wir uns mit Opel immer noch, und wann wir das Tal erreicht haben, ist nicht abzusehen.“ Der Dresen-Chef ärgert sich über die Führung der Marke durch General Motors. "Das sind Söldner aus Detroit, die nach Rüsselsheim als Zwischenspurt kommen.“"Wir haben viel mehr Kadett als Käfer verkauft“
Opel-Urgestein Peter Dahlmann übernahm 1975 das Familiengeschäft, die Autogruppe Dresen, mit 24 Jahren und baute sie vom reinen Opel-Händler zur Mehrmarken-Gruppe mit zehn Marken und 700 Mitarbeitern an 21 Standorten aus. Beim Thema Opel wird der 61-Jährige wehmütig. Zu den besten Zeiten Ende der 70er-Jahre hatten die Rüsselsheimer einen Marktanteil von 17 Prozent – und in manchen Regionen wie im Ruhrgebiet kam Opel auf über 35 Prozent.