Stuttgart. Der Verbrennungsmotor befindet sich im Überlebenskampf. Eine Daseinsberechtigung wird er in den kommenden Jahrzehnten wohl nur noch dann haben, wenn er sauberer und sparsamer wird. Der Zulieferer Bosch geht nun mit einer Innovation an den Start, die nach eigenen Angaben bis zu 13 Prozent Sprit sparen soll. Im künftig gültigen Verbrauchstest WLTC seien es bis zu vier Prozent. "Mit der Wassereinspritzung zeigen wir, dass der Verbrennungsmotor noch einiges auf der Pfanne hat", sagt Rolf Bulander, Chef der Mobilitätssparte bei Bosch.
Mit der Wassereinspritzung lässt sich der Kraftstoff ersetzen, der bisher vor allem bei einer hohen Drehzahl zur Kühlung des Motors angezapft wurde und einfach verdampfte. Jetzt hilft ein kleiner Wassertank, mit Hilfe dessen noch vor der Zündung ein feiner Wassernebel in den Ansaugtrakt gespritzt wird. Durch den hohen Grad der Verdampfung kann die Temperatur im Motor effektiv gesenkt werden.