Hamburg. Kein Autohersteller hat in den vergangenen Monaten so tief in die Tasche gegriffen, um seine Modelle hierzulande anzupreisen, wie Volkswagen: Die Wolfsburger zahlten im zweiten Quartal dieses Jahres 54,5 Millionen Euro für die Schaltung klassischer Werbung (Anzeigen, Radio- und TV-Spots). Das errechnete das Hamburger Institut Nielsen Media Research. Auch DaimlerChrysler liess sich nicht lumpen und gab 43,5 Millionen Euro für Werbung aus.
Werbe-Etats deutlich erhöht
Autobranche gibt mehr für TV-Spots aus - 21 Millionen Euro für den Yaris
Erheblich weniger als im ersten Quartal investierte Toyota in Reklame: Waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch 42,7 Millionen Euro, zahlte der Importeur von April bis Juni nur 31,8 Millionen Euro -- und rutschte damit unter den grössten Autowerbern von Platz eins auf Platz fünf. Einen Spitzenrang belegt Toyota dennoch: Im ersten Halbjahr 2006 steckte der Importeur 20,9 Millionen Euro allein in die Yaris-Werbung -- damit ist der Kleinwagen das meistbeworbene Auto.
Die Autobranche schaltete im zweiten Quartal für insgesamt 491,7 Millionen Euro Werbung, davon 182 Millionen Euro nur für TV-Spots. Damit investierte die Autoindustrie zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, für Fernsehwerbung waren es sogar 19 Prozent mehr.