Stockdorf. Beim Umsatz hat der Zulieferer im ersten Halbjahr auf der Stelle getreten. So landeten die Stockdorfer nahezu unverändert beim Vorjahresniveau von 1,2 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnen die Bayern nach 2,4 Milliarden (2012) mit einem Wert von etwa 2,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag im ersten Halbjahr mit fast 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr erwartet Webasto nach 125 Millionen Euro im Jahr 2012 ein knapp dreistelliges Ergebnis. 2011 hatte das Familienunternehmen noch 150 Millionen geschafft. „Unser Halbjahresergebnis und die Prognose für das Gesamtjahr spiegeln eine seit Jahren stattfindende Entwicklung der Margen in der Zulieferindustrie wider“, so Engelmann. Die Entwicklung neuer Technologien werde nicht mehr in einem ausreichenden Maß durch angemessene Margen vergütet. „Das setzt die innovativen Zulieferunternehmen immer stärker unter Druck.“ Dennoch wird der Hersteller von Verdecksystemen und Standheizungen die Investitionsquote von 2012 (5,6 Prozent) in diesem Jahr übertreffen. Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen steigen. Zuversichtlich stimmt Engelmann der hohe Auftragsbestand von über acht Milliarden Euro. Das Wachstum findet dabei vor allem in Asien statt.
Webasto fordert Vergütung von Innovationen
Zulieferer Webasto hat einen ersten Auftrag für seinen elektrischen Hochvoltheizer erhalten. Dieser wird 2015 bei Volvo in Serie gehen. Das Gerät wurde speziell für Hybrid- und Elektrofahrzeuge entwickelt. Webasto- Vorstandschef Holger Engelmann spricht von einer „sehr positiven Resonanz“ auf das Produkt.