Stockholm. Der schwedische Autobauer Volvo hat 2015 so viel verdient und so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Deshalb sieht sich Volvo nun stark genug für den zweiten Teil eines milliardenschweren Investitionsprogramms. Bis 2020 sollen rund acht Milliarden Euro in neue Modelle und Technologien fließen. Mit diesem Rückenwind will Volvo ab 2020 jährlich 800.000 Fahrzeuge verkaufen. 2015 hatte der Absatz erstmals die Marke von 500.000 Einheiten geknackt.
In Deutschland will Volvo-Chef Hĺkan Samuelsson seinen Marktanteil von zuletzt 1,1 Prozent "möglichst schnell" auf 2,0 Prozent nahezu verdoppeln. Dazu soll auch der neue Nobel-Kombi V90 beitragen. Er wurde von Volvo am Tag der Bilanzvorlage in Stockholm präsentiert und basiert auf dem neuen XC90.
Samuelsson kündigte zudem an, im Jahr 2019 ein erstes rein batterieelektrisches Auto auf den Markt zu bringen. Es werde eine Reichweite von "mindestens 500 Kilometern" haben und auf der SPA-Plattform stehen, auf der der XC90 sowie der kleinere XC60 basieren.
Volvo werde angesichts der schärfer werdenden Regulierung noch stärker auf die Elektrifizierung setzen, betonte Samuelsson. Ab 2020 wolle Volvo jährlich rund 80.000 batterieelektrische Autos oder Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid anbieten – somit rund zehn Prozent des dann geplanten Gesamtabsatzes. Bislang sind 57 Prozent aller Volvo weltweit Dieselfahrzeuge.