München. Durch den Zukauf ist ein Elektronikunternehmen mit drei Milliarden Dollar Jahresumsatz entstanden, das bei Fahrerinformationssystemen hinter Continental weltweit auf Position zwei rückt. Das zweite wichtige Kerngeschäftsfeld Visteons sind Fahrzeugklimasysteme. Die Übernahme umfasst Fahrerinformations-, Infotainment-, Connectivity- und Karosserieelektronikprodukte. Davon betroffen sind 4800 Mitarbeiter, darunter 1000 Ingenieure, Elektronikspezialisten und -entwickler. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2013 endete, erreichte der zugekaufte Bereich rund 1,3 Milliarden Dollar Umsatz. Von der Transaktion verspricht sich Visteon eine langfristige Margensteigerung durch Skaleneffekte mit geschätzten jährlichen Kostensynergien von mehr als 40 Millionen Dollar bis 2017. „Die Übernahme ist ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung von Visteon. Wir gehen davon aus, dass diese Transaktion unseren Kunden, Investoren sowie neuen und bestehenden Mitarbeitern weltweit viele Vorteile bringen wird“, erklärte Visteon- Chef Timothy D. Leuliette. „Unsere Lösungen vereinen die besten Technologien aus der schnelllebigen Unterhaltungselektronik und der Automobilwelt“, ist Martin T. Thall, Präsident von Visteon Electronics, überzeugt.
Für 265 Millionen Dollar
Visteon schließt Zukauf bei Elektronik ab
Der Zulieferer Visteon hat Anfang Juli die Übernahme des Elektronikgeschäfts von Johnson Controls abgeschlossen. Mit der Akquisition zählt das US-Unternehmen nun neben Continental und Denso zu den drei größten Zulieferern von Cockpitelektronik weltweit. Der Kaufpreis beträgt 265 Millionen Dollar.