Berlin. „In der Automobilindustrie haben wir ein ganz besonderes Qualitätsverständnis, das alle Lieferanten kennen und berücksichtigen müssen“, erläutert Tuch. Auch wenn mit den Lieferanten der ersten Ebene die Qualitätsthemen bereits seit vielen Jahren gut eingespielt seien, so gebe es „in der Lieferkette aber auch Lieferanten, bei denen das noch nicht so ist“. Der Manager denkt dabei beispielsweise an Unternehmen, die zuvor noch nie für die Automobilindustrie gearbeitet haben. „Deshalb werden wir im November eine neue Initiative für Qualität in der Automobilindustrie starten“, kündigt der QMA-Vorsitzende an. „Mit der Initiative wollen wir das Bewusstsein für Qualität von Produkten und Prozessen weltweit stärken und so die Wertschöpfung in der automobilen Lieferkette nachhaltig erhöhen.“ Bei der geplanten Initiative stehen vor allem der partnerschaftliche Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Lieferkette im Vordergrund.
Ausschuss Qualitätsmanagement
Unterstützung für Neueinsteiger unter den Autozulieferern
Damit Fahrzeughersteller und ihre Zulieferer die Herausforderungen der Globalisierung und immer kürzerer Innovationszyklen meistern können, haben sie sich unter dem Dach des Verbands der Automobilindustrie (VDA) im Ausschuss Qualitätsmanagement (QMA) zusammengetan. In dem 21-köpfigen Gremium sitzen neun Vertreter der Fahrzeughersteller, zehn Repräsentanten der Lieferanten sowie zwei Personen des VDA. Der QMA beschäftigt sich in einem seiner drei Handlungsfelder damit, wie bei neuen Technologien die Qualität gesichert werden kann. Dies soll etwa durch die Entwicklung von Qualitätsstandards gewährleistet werden. „Gerade mit diesem dritten Handlungsfeld adressieren wir das Thema Innovationszyklen. Denn kürzere Innovationszyklen und neue Technologien hängen eng zusammen“, erklärt Frank Tuch, Vorsitzender des QMA und Qualitätschef bei VW.