München. Die staatliche Finanzspritze für die kriselnde US-Autoindustrie ist in Deutschland heftig umstritten. Wenn die amerikanische Autoindustrie ihre strukturellen Probleme nicht löse, würden auch keine Subventionen helfen, moniert der Verband der Automobilindustrie.
Die US-Regierung will ihre heimische Autobranche – allen voran die angeschlagenen Hersteller General Motors, Ford und Chrysler – mit einem Hilfskredit in Höhe von 25 Milliarden Dollar stützen. Mit dieser Summe soll offiziell die Entwicklung neuer, sparsamer Antriebstechniken gefördert werden. Branchenkenner gehen allerdings davon aus, dass die Unternehmen das Geld hauptsächlich nutzen werden, um die Liquidität zu sichern und Schulden abzubauen. „Aufgabe des Staates sollte eher sein, steuerliche Anreize zu schaffen und so den Verkauf umweltfreundlicher Autos zu fördern – statt die Entwicklung zu subventionieren“, meint August Joas, Automobilexperte bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman.