Brühl. Ein Hoffnungsträger ist der neue Twingo, der auf derselben Plattform wie der neue Smart Fortwo beruht. „Der Einfluss des neuen Twingo auf dieses Jahr wird nicht mehr so groß sein, aber mit den Facelifts von Mégane und Scénic haben wir attraktive Neuheiten im Programm.“ Fortschreiben will Schaible auch den Erfolg des seit Juli 2013 verfügbaren Captur. 2014 sollen nach 8000 Einheiten im Vorjahr zwischen 15.000 und 20.000 Stück verkauft werden. „Wir hätten noch mehr verkaufen können, aber überraschend viele Kunden haben sich für die Bicolor-Lackierung entschieden. Dadurch gab es zeitweise Lieferschwierigkeiten.“ Diese seien jetzt aber behoben. Die Renault-Tochter Dacia hat 2013 ein fulminantes Jahr hinter sich. Europaweit kletterten die Verkäufe um fast 20 Prozent. „Wir erwarten 2014 einiges von Dacia“, sagt denn auch Schaible. Man werde aber nicht zu taktischen Zulassungen greifen, um den Marktanteil nach oben zu treiben. „Dacia ist Restwert-Meister in Deutschland und soll das auch bleiben. Wir werden hier viel Disziplin zeigen, um den Wert der Marke hoch zu halten“, verspricht Schaible. Wachsen solle die Marke aus Rumänien vor allem durch Privatkunden, unter denen sich zunehmend auch Wiederkäufer der gut 300.000 Dacia-Fahrer befinden. Bei Renault dagegen komme man an einer marktgerechten Preispolitik nicht vorbei, räumt Importchef Schaible ein: „Eins zu eins ist die Dacia-Preisdisziplin nicht auf Renault übertragbar.“
Renault Deutschland kämpft gegen Abwärtstrend
Twingo und Captur sollen Marktanteile erobern
Renault-Deutschland- Chef Achim Schaible sieht nach zwei Jahren stetiger Marktanteilsverluste wieder optimistisch in die Zukunft. „Wir werden 2014 verlorene Marktanteile zurückerobern und auch beim Absatz zulegen“, sagte er der Automobilwoche. Seine Zielmarke sind 173.000 Zulassungen, davon 125.000 für die Marke Renault und 48.000 für Dacia. Der Marktanteil für beide Marken soll von 5,1 auf 5,3 Prozent steigen. „Das sind realistische Ziele in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt.“