Stuttgart. Derzeit werden die Batteriezellen in großflächigen Trockenräumen gefertigt, wo die für den Prozess benötigten Maschinen frei aufgestellt sind. Um die Umgebungsbedingungen im gesamten Trockenraum konstant halten zu können, entstehen jedoch beträchtliche Investitions- und Betriebskosten. Trockenräume werden beispielsweise in der Halbleiterindustrie schon seit etlichen Jahren genutzt. Bei der M+W-Lösung wird innerhalb der Fabrik ein separater Raum eingerichtet, in dem hochtrockene Umgebungsbedingungen herrschen. „Die relative Feuchte im Trockenraum bei minus 80 Grad Celsius Taupunkt ist kleiner als 0,01 Prozent“, erklärt Simon. In dem Raum sind lediglich die für den Herstellungsprozess notwendigen Maschinen untergebracht. Die Bedienung erfolgt von außerhalb. Neben der Kostenersparnis ist ein weiterer Vorteil, dass die Gesundheitsrisiken, die sich aus dem Aufenthalt des Personals in der extrem trockenen Luft ergeben könnten, auf ein Minimum reduziert werden.
Trockenraum für billigere Fertigung von Li-Ion-Zellen
Der Anlagenbauer M+W hat eine Trockenraumlösung entwickelt, um Zellen für Lithium-Ionen-Batterien kostengünstiger herstellen zu können. Rudolf Simon, Technologie-Manager im Bereich Automotive, erwartet allein bei den Betriebskosten Einsparungen in Höhe von 50 Prozent.