München. Im harten Kampf um die höchsten Absatzzahlen in den USA liegt General Motors nach den ersten sieben Monaten des Jahres klar an der Spitze: Von Januar bis Juli verkaufte GM 1.135.674 Pkw und Light Trucks. Allerdings liegt der Konzern auch beim prozentualen Absatzeinbruch ganz weit vorn: Der Autoriese verzeichnete in den ersten sieben Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 37,7 Prozent. Im Juli sank der Absatz um 19,4 Prozent auf 188.156 Einheiten. Hinter GM liefern sich die Konzerne Ford und Toyota ein Kopf-an- Kopf-Rennen. Mit 945.319 verkauften Autos liegen die Japaner derzeit auf Platz zwei, im Monat Juli waren es 174.872 Fahrzeuge.
Für Toyota ist es ein Lichtblick, dass der Rückgang im Juli mit 11,4 Prozent nicht mehr ganz so dramatisch ausfiel wie der von 34,2 Prozent von Januar bis Juli. Ford hat in diesem Zeitraum 938.037 Autos verkauft und damit nur 7282 Neuwagen weniger als der Toyota- Konzern. Die Amerikaner büßten 29,7 Prozent ein, im Juli hingegen konnten sie den Verkauf um 2,4 Prozent auf 164.795 Fahrzeuge steigern. Hohe Einbußen musste auch der US-Konzern Chrysler hinnehmen: 560.097 Autos konnte das Unternehmen in den ersten sieben Monaten absetzen, 42 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Bei den deutschen Herstellern vermelden einige Unternehmen ähnlich hohe Einbrüche. So fuhr Porsche in den ersten sieben Monaten ein Minus von 38,5 Prozent auf 11.203 Einheiten ein, im Juli betrug der Rückgang sogar 50,6 Prozent auf nur noch 1544 Autos.
Auch bei BMW und Daimler blieb der Absatz im Sommer schwach. Die BMW Group musste im wichtigen US-Markt im Juli ein Minus von 26,6 Prozent auf 21.283 Fahrzeuge verkraften. Insgesamt beträgt der Rückgang in diesem Jahr 27,4 Prozent. Beim Stuttgarter Konkurrenten Daimler sieht es noch schlechter aus: 17.661 verkaufte Autos im Juli, 111.406 in den ersten sieben Monaten (minus 27,7 Prozent). Gut hält sich trotz Krise der Volkswagen- Konzern: Im Juli konnte VW mit 27.102 verkauften Autos fast das Niveau des Vorjahres erreichen (minus 1,2 Prozent), im Gesamtzeitraum sackte der Absatz um 14,2 Prozent auf 162.573 ab. Die Tochter Audi konnte im Juli lediglich 6407 Premiumwagen beisteuern. Da sie in den USA seit Jahren auf niedrigem Niveau vor sich hin dümpelt, verzeichnete sie nur ein Minus von 5,8 Prozent. Im Zeitraum Januar bis Juli lag das Minus bei 14,6 Prozent (44.213 Einheiten).