Zaventem. Toyota straft alle jene Lügen, die über einen Rückzug des japanischen Herstellers aus Westeuropa spekulierten. Im belgischen Zaventem eröffnete Toyota Mitte Juli eine neue Teststrecke, die an das dort bereits bestehende Technikzentrum angegliedert ist. Die Japaner wollen der 47 Millionen teuren Anlage, die das Technikzentrum erheblich aufwertet, nach eigenen Angaben eine strategische Rolle zukommen lassen. So sollen an dem belgischen Standort zukünftig alle Aktivitäten für die globale Entwicklung von Kleinwagen (B-Segment) gebündelt werden. „Der europäische Automobilmarkt zählt zu den wettbewerbsintensivsten Branchen auf der Welt.
Das Technikzentrum hat deshalb eine Schlüsselfunktion bei unseren F&E-Aktivitäten“, erklärte Toyotas Europa-Chef Didier Leroy bei der Eröffnung. „Toyota unterstreicht damit sein langfristiges Bekenntnis zu Europa und zu dem Standort in Belgien“, fügte Leroy hinzu. Durch das neue Testgelände soll der F&E-Standort Innovationen, die speziell für den europäischen Markt konzipiert werden, schneller und effizienter realisieren können.
Die in zweieinhalbjähriger Bauzeit entstandene Teststrecke ist 1,4 Kilometer lang und umfasst mit Gebäuden eine Fläche von 65.000 Quadratmetern, womit das Entwicklungszentrum auf insgesamt 187.000 Quadratmeter angewachsen ist. Neben einer Kreisbahn mit 90 Meter Durchmesser verfügt das Testgelände auch über spezielle Fahrbahnen für Bremsentests und Geräuschmessungen. Am Standort Zaventem sind derzeit 770 Mitarbeiter beschäftigt, davon 430 Ingenieure und Techniker. Derzeit verkauft Toyota in Europa jährlich rund 800.000 Autos, im ersten Halbjahr waren es 425.639.