Köln. Ab 2012 bietet Ford endlich auch in Europa sein schon 2007 inNordamerika eingeführtes Konnektivitäts- und Sprachbediensystem Ford Sync an. Den Auftakt macht im Frühjahr der neue Focus, der optional neben Sync auch die Bedienoberfläche My- Ford Touch bekommt. In den USA wurden seit der Einführung vor vier Jahren bereits mehr als drei Millionen Ford-Neuwagen mit Sync ausgerüstet. Besonders erfreulich für den Hersteller ist dabei der Treue-Effekt: 80 Prozent der Sync-Käufer wollen die Technik bei einem neuen Auto wieder erwerben.
Dementsprechend ehrgeizig sind die Ziele der Amerikaner in Europa: Bis zum Jahr 2015 soll Sync hier zwei Millionen Mal bestellt werden. „Wir bieten damit die umfassendste Konnektivitätslösung im Auto an“, ist Ford- Deutschland-Chef Bernhard Mattes überzeugt. Die Anpassung an europäische Bedürfnisse dauerte länger als erwartet. Der Grund: Die Sprachbedienbarkeit des Systems musste in 19 Sprachen übersetzt werden – angesichts von 10.000 verschiedenen Befehlen eine gigantische Aufgabe. Technisch basiert Sync auf dem Bluetooth-Funkstandard, zusätzliche Onlinedienste können vom Fahrer aus einer Cloud abgerufen werden. Dies bietet zahlreiche Möglichkeiten für weitere Geschäftsmodelle. Solche Zusatzdienste werden in Europa allerdings nicht in allen Märkten von Anfang an zur Verfügung stehen. Partner bei Sync sind unter anderem Microsoft, Navteq, Gracenote, Sony und Michelin.