Essen. Zuletzt nahm das Unternehmen Ende April in Puebla sein viertes Komponentenwerk für Lenkungsbauteile in Mexiko in Betrieb. ThyssenKrupp sieht sich als Weltmarktführer bei elektromechanischen Lenksäulen für Fahrzeuge und will diese Position mit dem neuen mexikanischen Standort ausbauen. „Für ThyssenKrupp ist Nordamerika mit rund 22 Prozent des Gesamtumsatzes bereits heute der wichtigste Absatzmarkt außerhalb Deutschlands“, erklärte dazu Konzernchef Heinrich Hiesinger. „Wir profitieren von der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Renaissance des industriellen Sektors in den USA.“ Erst Ende Februar hatte ThyssenKrupp in Puebla einen neuen Montagestandort für Vorderachsen in Betrieb genommen. Im 70 Kilometer entfernten San José Chiapa errichtet der Konzern zurzeit ein weiteres Achsmontagewerk, das ab 2016 den Fahrzeugbauer Audi beliefern soll. Im Jahr 2017 soll dann ein neues Werk für Zylinderkopfhauben in der Bajio- Region entstehen. Insgesamt beschäftigt das Essener Unternehmen in Nordamerika gut 20.000 Mitarbeiter. In der Region erzielte ThyssenKrupp im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von acht Prozent auf rund neun Milliarden Euro.
Neues Komponentenwerk
ThyssenKrupp investiert kräftig in Nordamerika
Der Technologiekonzern ThyssenKrupp sieht in Nordamerika in den nächsten Jahren gute Wachstumschancen für sein Automobilgeschäft. Deshalb will er bis 2020 in den USA, Mexiko und Kanada mehr als 800 Millionen Euro investieren.