München. So verbesserte sich Edag von Rang sieben auf Position vier. Und damit ist die Aufholjagd längst nicht abgeschlossen: Im laufenden Jahr wird die Edag-Gruppe den Entwicklungsdienstleister Rücker und den Elektrik- und Elektronikspezialisten BFFT aus Ingolstadt in das Unternehmen integrieren. Dadurch entsteht ein Dienstleister mit über 7000 Entwicklern, der die Kunden an weltweit 70 Standorten bedient. Die zukünftige Edag Engineering AG (Edag und Rücker) und deren 100-prozentige Tochter BFFT erreichen dann eine Gesamtleistung von mehr als 600 Millionen Euro Umsatz.
Stühlerücken in der Engineering-Branche
Edag mit Stammsitz im hessischen Fulda will damit künftig Kompetenzfelder besser abdecken. Insbesondere Großprojekte in der Modul- oder Gesamtfahrzeugentwicklung bis hin zur Entwicklung von kompletten Produktionsanlagen sollen so gemeinsam mit den Kunden umgesetzt werden. Von Platz vier auf Platz sechs verschlechterte sich das französisch- deutsche Gespann Akka/ MBtech. Der Automotive-Umsatz fiel dabei von 460 Millionen Euro im Jahr 2012 auf nur noch 360 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Ende 2011 hatte Daimler 65 Prozent der Anteile seiner Tochtergesellschaft an den französischen Engineeringdienstleister Akka verkauft. Auch die Verbindung aus dem französischen Unternehmen Altran und IndustrieHansa büßte Umsatz ein. Mit 350 auf 327 Millionen Euro fiel der Rückgang hier allerdings geringer aus. Im Frühjahr 2012 hatten die Franzosen den Einstieg beim Münchner Unternehmen IndustrieHansa Consulting & Engineering zum Abschluss gebracht. Für das laufende Jahr hofft man wieder auf Zuwächse. Altran will 2014 und auch danach insbesondere in Deutschland sowohl aus eigener Kraft als auch durch Übernahmen zulegen. „Die Konsolidierungsphase unserer Branche läuft nach wie vor auf Hochtouren“, erklärte Cosimo De Carlo, seit Jahresbeginn Geschäftsführer von Altran Deutschland. Auf Platz 25 und damit am Ende des Rankings liegt derzeit mit einem Umsatz von 50 Millionen Euro BFFT. Da das Unternehmen künftig in Edag aufgeht, können sich gleich mehrere Unternehmen Chancen ausrechnen, in die Liste aufzurücken. So liegen mit ASAP (48,8 Millionen Euro Umsatz), Benteler Engineering Services (48,3 Millionen Euro) und GIF (47,5 Millionen Euro) gleich drei Unternehmen in Schlagdistanz zu BFFT. Das Ranking für 2014 verspricht also bereits heute weitere Kräfteverschiebungen bei den Entwicklungsdienstleistern