Vilsbiburg. Die Finanzkrise und die Absatzprobleme der Fahrzeughersteller sorgen dafür, dass auch die Zulieferer ihre Planungen überdenken müssen. „Aufgrund der aktuellen Situation werden Standortentscheidungen überprüft“, sagt Franz Haslinger, der bei Dräxlmaier, einem Spezialisten für Bordnetzsysteme, in der Geschäftsführung den Bereich Elektrik/Elektronik verantwortet. Davon konkret betroffen ist bei dem bayerischen Unternehmen ein Pilotprojekt im Kosovo. In Pristina sollte getestet werden, ob dort die Produktion von Leitungssätzen und Bordnetzsystemen für deutsche Automobilkunden möglich ist.
Der Baubeginn für ein Werk mit zunächst gut 100 Mitarbeitern sollte ursprünglich im Herbst 2008 erfolgen. „Den Startschuss für den Standort haben wir auf unbestimmte Zeit verschoben“, so Haslinger. Er verweist auf Fertigungskapazitäten des Zulieferers in Rumänien und Serbien, die zunächst ausgeschöpft werden sollen. Am Ausbau des Technologiezentrums am Hauptsitz in Vilsbiburg will Dräxlmaier aber festhalten. Der Neubau sei notwendig geworden, um die Arbeitsbedingungen für die 1500 Ingenieure des Zulieferers zu verbessern. Voraussichtlich im Sommer 2009 soll der Umzug in den Neubau erfolgen.