Frankfurt/Main. Der französische Engineering-und IT-Spezialist Altran will an seinem Standort in München ein Software-Entwicklungszentrum aufbauen. Rieder Kirstan, als Geschäftsführer bei Altran seit März dieses Jahres für die weltweiten Automotive-Aktivitäten des Unternehmens verantwortlich, rechnet damit, "dass das Entwicklungszentrum Anfang 2011 starten wird“. In der bayerischen Metropole sollen unter anderem Steuergeräte für Software im Auto entwickelt werden. Zunächst werden dort zehn bis 15 Entwickler arbeiten, Ende des Jahres sollen es bereits etwa 30 sein. Die in München geplante Einrichtung ist nicht die erste dieser Art der Franzosen. Altran verfügt bereits über solche Zentren in Sophia Antipolis (Südfrankreich) und in Bath (England).
Eine weitere Entwicklungseinrichtung entsteht derzeit in Bangalore (Indien). Das 1982 in Paris gegründete Unternehmen verfügt über ein weltweites Netzwerk von rund 100 Tochtergesellschaften. Dazu zählen auch der auf Datenverarbeitungs-und Informationssysteme spezialisierte Dienstleister Altran CIS und die Unternehmensberatung Arthur D. Little. Im vergangenen Jahr erreichte der Konzern mit 17.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Etwa 60 Prozent davon werden mit Aufträgen im Bereich Engineering erwirtschaftet. Die zweite große Sparte bei Altran bildet die IT-Beratung, die etwa 30 Prozent zum Umsatz beiträgt. Die restlichen rund zehn Prozent entfallen laut Kirstan "auf klassische Unternehmensberatung“.