München. Mit einem dynamischen Wachstum bei Lithium-Ionen- Batterien bis zum Jahr 2015 rechnet die Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants in einer aktuellen Studie. „Wir erwarten, dass der Weltmarkt für Lithium-Ionen-Batterien bis 2015 auf mindestens neun Milliarden Dollar wachsen wird“, so Studienautor Thomas Wendt. Die Experten rechnen damit, dass 2015 mehr als 85 Prozent des gesamten Markts für solche Batterien auf das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge entfallen werden. Ab diesem Zeitpunkt sollen jährlich über vier Millionen Fahrzeuge mit elektrischem, Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb auf den Markt kommen.
„Wir sehen erste Anzeichen für eine Verwendung von Lithium- Ionen-Batterien in Start-Stopp- Systemen“, so Wolfgang Bernhart, Automobilexperte bei Roland Berger. Zwar werde auf solche Systeme bis 2015 kein großer Marktanteil entfallen, „aber wir rechnen in den nächsten Jahren damit, dass Mikro-Hybrid-Fahrzeuge mit Lithium- Ionen-Batterien auf den Markt kommen werden.“ Doch das Wachstum bei den Akkus geht mit erheblichen Überkapazitäten einher und wird für eine Konsolidierung des Markts sorgen. „Der Preisdruck wird steigen“, so Wendt. Derzeit gibt es weltweit mehr als 100 Anbieter. Die fünf führenden Unternehmen AESC, LG Chem, Panasonic/ Sanyo, A123 und SB LiMotive werden bis zum Jahr 2015 fast 70 Prozent des Markts kontrollieren. Ab 2016/2017 erwartet Wendt ein bis zwei weitere Unternehmen im Kreis der großen Anbieter.